Der Weg in Gottes Abenteuer
Viele Menschen haben Gott noch nie erlebt. Selbst viele Christen leben ein Leben, indem Gott nicht sichtbar ist. Andere wiederum hatten schon großartige Erlebnisse mit Gott, die aber schon viele Jahre zurückliegen.
Aber was machen die Menschen, die Gott täglich erleben, anders? Warum zeigt sich kein sichtbarer Unterschied im Leben mancher Mönche, Priester und Pastoren, die ja scheinbar ihr Leben für den Glauben leben, während ganz normale Menschen Jesus ständig in ihrem Alltag erleben und von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändert werden? Warum erleben manche Menschen täglich die Gegenwart Gottes und Zeichen und Wunder folgen ihnen, während manche noch nicht einmal davon gehört haben, dass Gott heute immer noch wirkt?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich das Wort Gottes studiert und die Menschen und mein eigenes Leben beobachtet und bin zum Schluss gekommen, dass es in Wirklichkeit nicht schwierig ist, Gott zu erleben. Tatsächlich ist es so einfach, dass wir es alle im Prinzip schon wissen. Aber weil wir von menschlichen Traditionen und toter Religiosität so stark geprägt sind, fällt es uns schwer, die einfache Botschaft von Gott zu erkennen und anzunehmen. In diesem Artikel und einigen darauffolgenden Artikeln möchte ich dir anschaulich und einfach erklären, was mein Leben radikal verändert hat. Ich hoffe, dir damit dienen zu dürfen.
Gottes Geschichte für Dich
Jeder Mensch weiß intuitiv, welche Geschichten es wert sind, erzählt zu werden. Niemand würde sich für eine Geschichte interessieren, in der der Hauptcharakter ein gewöhnliches Leben führt, bei den sich alles um ihn selbst dreht. Die interessanten Geschichten handeln von Menschen, die bereit waren, sich für andere aufzuopfern und trotz der Umstände ihren Glauben an ein gutes Ende nicht aufgeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um einen Superhelden oder eine Hausfrau geht, einen Rentner oder ein Schulkind, einen Reichen oder einen Obdachlosen. Die entscheidende Frage ist nicht, wer Teil der Geschichte ist oder was die Umstände sind, sondern wie die Personen ihr Leben führen.
Wenn es um unser eigenes Leben geht, sieht es allerdings oft anders aus. Kaum jemand hat wirklich Interesse, ein erzählenswertes Leben zu führen. Wir lesen mit Spannung, wie der Hauptcharakter eines Buches schwierige Situationen meistert und sich als Charakter weiterentwickelt, aber viele wollen diese Dinge selbst nicht erleben, weil es zu riskant aussieht oder man keinen Mehrwert für sich selbst darin sieht. Oder sie sind so von ihren Umständen überwältigt, dass sie schon die Hoffnung aufgegeben haben und einfach nur irgendwie durchs Leben kommen wollen. Das ist unfassbar traurig, weil sie dadurch Gottes großartigen Weg für ihr Leben verpassen.
Aber wenn es einen Gott gibt, der die Menschen liebt und jeden einzelnen wunderbar und kreativ erschaffen hat, dann ist es klar, dass er auch eine wunderbare erzählenswerte Geschichte für jeden einzelnen hat. Wenn Gott die Erde für uns so reich an Details mit Millionen von besonderen Orten geschaffen hat, zu denen wir reisen können, dann ist es auch anzunehmen, dass Gott eine besondere Reise für jedes einzelne Leben hat.
Lebst du schon ein Leben, dessen Geschichte es wert ist, erzählt zu werden? Ein Leben, das andere Menschen inspieriert und verändert (hat)? Wenn nicht, dann habe ich gute Nachrichten für dich!
Der herrliche Weg
Viele Menschen sind durch Religiosität sehr verletzt worden und glauben nun, dass der Weg mit Gott unwahrscheinlich schwer ist, eng und voller Entbehrungen. Darin steckt ein Stück Wahrheit, aber die Realität ist im Prinzip das Gegenteil. In Wahrheit ist es ein wunderbares Abenteuer.
Das, was wir zurücklassen, wenn wir uns auf den Weg mit Gott begeben, sind unsere Lasten, Sorgen, Ängste, Traumata und unser Ego. Das was wir im Gegenzug empfangen ist Frieden, Leben und Freude. Die Essenz des christlichen Lebens ist es, mit Gott versöhnt zu sein und ganz einfach in den Werken zu wandeln, die Jesus schon vorbereitet hat. In anderen Worten: Geliebt zu sein, alles von Gott zu empfangen und dann die Menschen zu lieben und ihnen zu dienen. Es fühlt sich an, als würde man genau in seiner Bestimmung leben; als wäre man der Hauptcharakter der eigenen Geschichte, die Gott vorbereitet hat.
Nun würden manche vielleicht sagen, dass das zu gut ist, um wahr zu sein und selbst Jesus von einem engen Weg geredet hat:
Geht durch das enge Tor! Denn das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind auf diesem Weg. Doch das enge Tor und der schmale Weg führen ins Leben, und nur wenige finden diesen Weg.
~ Matthäus 7,13-14
Üblicherweise wird diese Stelle so ausgelegt, dass der breite Weg der angenehme, einfache Weg ist und der schmale der schwierige und mühsame Weg, der letztendlich im ewigen Leben endet. Daran ist einiges wahr, aber es ist interessant, dass Jesus niemals sagte, dass der schmale Weg schwierig und mühsam ist und dass wir auf den Himmel warten müssen, bis wir Gottes Herrlichkeit sehen. Tatsächlich sagt die Bibel folgendes über den Weg mit Gott:
Vertraue dem HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf dein eigenes Urteilsvermögen. Achte auf ihn, was immer du tust, dann ebnet er dir den Weg.
~ Sprüche 3,5-6
Aber der Weg aufrichtiger Menschen gleicht dem ersten Licht am Morgen: stetig nimmt es zu, bis es heller Tag geworden ist. Der Weg der Gottlosen gleicht tiefer Dunkelheit – sie kommen zu Fall und wissen noch nicht einmal wodurch.
~ Sprüche 4,18-19
Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, darum leide ich keinen Mangel. Er bringt mich auf Weideplätze mit saftigem Gras und führt mich zu Wasserstellen, an denen ich ausruhen kann. Er stärkt und erfrischt meine Seele. Er führt mich auf rechten Wegen und verbürgt sich dafür mit seinem Namen. Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn du, HERR, bist bei mir! Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost.
~ Psalm 23,1-4
Selbst Jesus, der in allem unser Vorbild sein sollte, hatte ein herrliches Leben. Natürlich waren seine Umstände oft schwer und geprägt von Verfolgung und Ablehnung, aber das Leben, das er lebte, hatte mehr Bedeutung und wunderschöne Momente, als wohl kaum ein anderes Leben auf dieser Welt. Da nun wir auch zu Söhnen und Töchtern Gottes geworden sind, möchte Gott dasselbe für unser Leben. Das einzige, was wir dafür aufgeben müssen, ist unser altes, verdorbenes und eigennütziges Leben.
Nun wandte sich Jesus an alle und sagte: “Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, wenn er dabei sich selbst ins Verderben stürzt oder unheilbar Schaden nimmt?”
~ Lukas 9,23–25
Die Tür steht offen
Ich weiß, dass dieser Artikel kurz ist und viele Themen nur sehr grob anschneidet. Aber ich hoffe, du konntest einen besseren Eindruck gewinnen, wie Gott sich dein Leben vorgestellt hat.
Ich weiß, dass es in der Realität oft nicht so einfach ist, wie ich es beschrieben habe. Ich selbst kämpfte viele Jahre mit Zweifel, hatte ein mühsames, religiöses Leben und hatte keine echte Beziehung zu meinem Schöpfer. Ich fragte mich, warum Gott scheinbar eine gute Beziehung zu einigen Menschen hat und sie so viel mit Ihm erleben und warum ich in meinem Leben nichts davon sah. Lange war ich deswegen insgeheim frustriert, aber mit der Zeit stellte ich fest, dass nicht Gott das Problem war, sondern ich mir selbst im Weg stand. Heute kann ich ohne Zweifel sagen, dass das Leben als wiedergeborener Christ wunderbar und unwahrscheinlich einfach ist, wenn man es sich eben nicht selbst kompliziert macht.
Tu dir also den Gefallen und mach das Leben nicht kompliziert und lebe ganz einfach aus der Beziehung zu Jesus: Wenn wir nicht von ihm geliebt sind, können wir nicht lieben. Wenn wir nicht ihn durch uns wirken lassen, werden wir keine Frucht bringen. Und glaube mir, Gottes Plan für dich ist größer und besser, als du es dir vorstellen kannst!